Wie mir die Augen geöffnet wurden

Vorweg: Ich bin selbst Mutter und hatte deshalb von Anfang an ein echtes eigenes Interesse an diesem Projekt. Ich war neugierig auf all die vielen Lebensentwürfe und Lebensgeschichten – Berufskrankheit sozusagen. Und jetzt? Jetzt, nach wenigen Monaten, bin ich ehrlich gesagt ziemlich ernüchtert. Nicht von den Familien – die sind großartig, allesamt. Aber ich habe nicht damit gerechnet, wieviel grundsätzlich …

Gastbeitrag: Regisseurin Isabel Osthues-Sander über die (Un-) Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Kulturbetrieb

Ich arbeite in einem Männerberuf: Ich bin Regisseurin am Theater. Für eine Frau und Mutter ist das äußerst anstrengend – aus (mindestens) zweierlei Gründen. Da fast alle Theater in Deutschland seit Jahren mit Etatkürzungen zu kämpfen haben und diese Kürzungen auf bewegliche Gelder umgelegt werden, ist auch meine Gage betroffen. Angestellte am Theater sind durch ihre Tarifverträge gesichert, ich bin …