Infobox – Sabine & Christoph

Das sie mehr verdient als er kommt mittlerweile in Familien gar nicht so selten vor. In etwa 23 Prozent der Haushalte, so das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung, ist die Frau die Hauptverdienerin, Tendenz steigend. Allerdings ist diese Rollenaufteilung meist nicht freiwillig, hat Ute Klammer, Professorin für Sozialpolitik in Duisburg herausgefunden. Häufig sind die Männer arbeitslos, erwerbsunfähig oder prekär selbstständig.

Und auch die Tatsache, dass Sabine und Christoph die Entscheidung für ein zweites Kind erst einmal aufschieben ist ein häufiges Phänomen. Eigentlich wünschen sich nach Aussage des Max-Planck-Institutes für demografische Forschung die meisten Deutschen zwei Kinder. Die Realität sieht aber anders aus: Laut statistischem Bundesamt sind es immer mehr Frauen, die nur ein Kind bekommen. Und zwar: Je älter die Frau beim ersten Kind ist und je höher ihr Bildungsgrad umso weniger Kinder bekommt sie.

Weitere Infos:

Ingrid Müller-Münch: Sprengsatz unterm Küchentisch: Wenn die Frau das Geld verdient, Klett-Cotta, 2013
https://www.destatis.de/DE/Publikationen/Thematisch/Bevoelkerung/HaushalteMikrozensus/Geburtentrends5122203129004.pdf?__blob=publicationFile

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