Infobox: Anna & Thomas

Studieren mit Kind

Anna hatte schon zwei Kinder als sie mit dem Studium angefangen hat. Gemeinsam mit ihrem Mann hat sie sehr genau geplant, wie das Studium und die erforderliche Betreuung zu finanzieren und zu organisieren sind. Da sie nicht am Studienort lebt, sondern von ihrem Wohnort aus zur Vorlesung „shuttled“, hatte sie keine Möglichkeit, die Angebote der Uni Oldenburg für studierende Eltern wahrzunehmen. Viele Universitäten bieten über das Studentenwerk Wohnraum an, oft gibt es unieigene Krippenplätzen und andere finanzielle Hilfen.

Grundsätzlich haben Eltern auch Anspruch auf Plätze in Seminaren, die in die Betreuungszeit der Kinder fallen. Meistens gibt es für diese Fälle eine eigene Studienberatung. Folgende links bieten detaillierte Informationen – aus erster Hand:

http://www.studieren-mit-kind.org/

Diese Seite ist eine Eigen-Initiative von drei Studenten, die aus ihren eigenen Erfahrungen heraus andere Studierenden mit Kindern durch hilfreiche Informationen unterstützen möchten. Unter anderem gibt es auch Informationen für studierende Eltern, die ein Auslandssemester anstreben.

Folgende Homepage zeigt als Beispiel alle Angebote der Uni Osnabrück:

https://www.mit-kind-studieren.de/index.php?id=startseite

Diese Seite ist eine Initiative von Universität, Hochschule, Studentenwerk und Familienbündnis der Stadt Osnabrück.

Bevor sie Thomas kennen gelernt hat, war Anna mit ihrem ersten Kind alleinerziehend. Ihre Ausbildung konnte sie für die Schwangerschaft und die Geburt zunächst unterbrechen, danach musste sie schnell eine Tagesmutter finden, um ihren Abschluss zu machen.

Hilfe und wichtige Infos finden Alleinerziehende im Onlinehandbuch des Bundesfamilienministeriums:

www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/handbuchalleinerziehende/1-einfuehrung.html

Oder unter www.familienwegweiser.de

Anna hat es geschafft, ihre Ausbildung trotz der Schwangerschaft fortzusetzen und abzuschließen. Viele Alleinerziehende scheitern in so einer Situation an den Rahmenbedingungen. Nach einer Studie der Bertelsmann Stiftung aus dem Jahr 2014 leben Kinder aus sogenannten Ein-Eltern-Familien fünfmal häufiger von Hartz IV als Kinder in Paarfamilien. 39 Prozent der Alleinerziehenden beziehen der Studie zufolge staatliche Grundsicherung. Obwohl über 70 Prozent der Alleinerziehenden erwerbstätig sind und fast die Hälfte der Alleinerziehenden Vollzeit berufstätig sind, reicht das Einkommen trotzdem häufig nicht aus.

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/alleinerziehende-unter-druck/

 

Krippe ja oder nein?

Anna erklärt im Film, warum sie ihr Kind nicht in eine Krippe geben, sondern nur einer Tagesmutter anvertrauen wollte. Die Diskussion um die Qualität von Krippen in Deutschland begann mit der Planung für den Ausbau der Krippenbetreuung und hält weiter an, folgende links zeigen zwei Beispiele für unterschiedliche Standpunkte.

http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/bildung-und-betreuung-kinderkrippen-vom-ideal-weit-entfernt-12914620.html

http://www.brigitte.de/liebe/familie/krippe-kinder-1029551/

 

Elternzeit für Väter

Thomas hat gleich nach dem Wechsel zum neuen Arbeitgeber Elternzeit beantragt, um Anna im Studium zu unterstützen. Bei seinem vorherigen Arbeitgeber wäre das „nicht möglich gewesen“, wie er sagt, ein kleiner Betrieb mit wenigen Mitarbeitern. Der Job verlangte viel Reisetätigkeit. Thomas hat aber auch nie danach befragt, sondern diese Entscheidung antizipiert. Nachwievor scheint die Hürde für Väter in den meisten Unternehmen höher zu sein als für Mütter, vor allem, wenn sie mehr als die üblichen Monate bei ihrem Kind sein wollen.

Folgende Seite hilft nicht nur bei der Entscheidungsfindung, sondern auch bei der Antragstellung und gibt Tipps für die Verhandlungen mit dem Arbeitgeber und informiert über alles rund um die Kinderentwicklung und –erziehung.:

http://www.vaeter-zeit.de/elternzeit-03/antrag-arbeitgeber.php

Seit diesem Jahr bietet das Bundesfamilienministerium ElterngeldPlus und flexiblere Elternzeit:

http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie,did=212396.html

Für alle Väter, die zögern – auch wenn der Bericht ein paar Jahre zurück liegt, die Aussage ist aktuell:

Eine Elternzeit des Vaters kann die Beziehung retten…:

http://www.taz.de/!5103832/

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