Drehbericht: Julia und Mario

Kaum waren wir online, hat Julia uns angeschrieben, dass sie gern mit uns reden würde, über ihre Familie und wie sie mit ihrer Krankheit MS in diesem Zusammenhang umgeht.

Schon am Telefon war schnell klar, dass das keine Jammerstunde werden würde, sondern ein Statement für das Leben. Also fuhren wir hin.

Wir hatten dann das Interview gerade erst begonnen, da erzählte sie von dem Moment, als sie den positiven Schwangerschaftstest in der Hand hatte – und musste weinen.

Mich hat dieses Interview deshalb sehr berührt. Weil das, was Julia und Mario uns dann gesagt haben, im Grunde den Kern dessen trifft, was Kinder haben ausmacht: Leben schenken.

Das ist es: sich für Kinder zu entschieden, heißt natürlich viel viel selbstloser Einsatz und schlaflose Nächte, ja stimmt. Aber es heißt eben auch: Leben, Freude und Glück schenken und dieses verschenkte Glück – und das ist so schwer in der Theorie an alle Zauderer zu vermitteln –  kehrt dann umgebremst ins eigene Herz  zurück.

Sich Julias und Marios Interview anzusehen, die beiden zu treffen, heißt also nicht nur, ihren speziellen Fall anzusehen, sondern viel für sich selbst mitzunehmen. Ich nehme mit: weniger wollen, weniger tun. Das ist  – wie Julias Mann Mario ganz richtig sagt, nicht nur für MS Kranke richtig.

 

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Es war dann ein sehr schönes Gespräch, immer wieder lustig durchkreuzt von den beiden entzückenden Kindern. Unvorstellbar, sie wären nicht geboren worden.

 

 

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