Drehbericht Ines und Dani

Achtung Kitschalarm. Es ist für mich schwierig bis unmöglich über diese Begegnung zu schreiben, ohne Sprachbilder zu benutzen, die auch in ein Rosamunde-Pilcher-Werk passen würden.

Ich versuch es mal:

Ich habe selten ein Paar getroffen, das einander so zugewandt ist. Dieser Ausdruck ist zu Unrecht aus der Mode gekommen und ich möchte ihn gern wiederbeleben, weil so viel von dem drin steckt, was Eltern dringend brauchen, wenn sie die Babyzeit und den Kleinkindstress auch als Paar überstehen wollen:

Es fängt damit an, dass Ines und Dani einander intensiv zuhören, dass sie sich nie unterbrechen, während der andere spricht, dass sie sich oft in die Augen schauen, wenn die eine über die andere oder über alle drei berichtet – um sicher zu gehen, dass sie mit den Äußerungen einverstanden ist. Jede Aussage über die Partnerin ist voller Wertschätzung und Respekt. Die beiden haben bei allem, was sie entscheiden und tun, den anderen im Kopf. Dani überlegt ständig, wie sie Ines entlasten kann und Ines denkt immer darüber nach, was sie tun kann, damit Dani sich nicht ausgeschlossen fühlt, weil sie näher dran ist an Levi, allein schon durch das Stillen. Oder, ein Beispiel aus dem Alltag: Als Dani direkt nach der Geburt den Haushalt, die Einkäufe, einfach alles geschmissen hat, was sie erledigen konnte, damit Ines sich erholen konnte, da war Ines darum besorgt, ob Dani auch noch genug Zeit für sich hat. Und umgekehrt.

Es gibt bei den beiden keine unterdrückten Gefühle, nichts Unausgesprochenes, keine versteckten Machtkämpfe, keinen aufgeschobenen Frust, keine enttäuschten Erwartungen. Es gibt einfach nichts von dem, was so viele andere frischgebackene Elternpaare auseinandertreibt. Punkt.

Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster hängen – Levi ist ja nicht mal vier Monate alt – aber wenn Ihr, liebe Eltern oder alle, die es werden wollen, wissen wollt, wie man es richtig macht – hört den beiden zu. Und vor allem: schaut Ihnen zu!

Denn, und jetzt wird’s richtig kitschig, egal: da fließt ganz viel Liebe, in jedem Moment.

Ich beneide Levi jetzt schon um seine Kindheit….

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